Monday, August 12, 2013

Das Holzhaus

Der Bau von Holzhäusern hat eine lange Tradition. In Skandinavien lassen sich Spuren des Holzhausbaus fast dreitausend Jahre zurückverfolgen. Älteste noch bewohnte Holzhäuser, die fünfhundert Jahre alt sind, findet man in Finnland.

Holzhäuser waren bis Mitte des neunzehnten Jahrhunderts weit verbreitet. Allgemein unterscheidet man drei Holzhaustypen:
Das Blockhaus. Es wird aus übereinander geschichteten Block- bzw. Holzbohlen gebaut. Die dabei verwendeten Stämme sind entweder in ihrem runden Zustand belassen, oder sie sind auf zwei gegenüber liegenden Seiten behauen. Die Fugen zwischen den einzelnen Stämmen wurden entweder durch eine Verkeilung („Spundung“) geschlossen oder mit Moosen und Hanf abgedichtet. Heute gibt es Blockhäuser aus Vierkanthölzern oder verleimten Mehrschichtlamellen, die in doppelwandigen Konstruktionen verbaut werden, um Energiesparverordnungen zu genügen, die das Blockhaus auch als Wohnhaus gelten lassen.
Das Fachwerkhaus. Seine tragende Struktur ist ein Skelettgerüst aus vertikalen und horizontalen Hölzern mit schrägen Bändern zur Stabilisierung in Querrichtung. Verbunden wurden die Hölzer mit Holzzapfen und Holznägeln. Die Leerräume werden mit Steinen ausgemauert oder mit Holzgeflechten und Lehm ausgefüllt.
Das in Tafelbauweise ausgeführte Holzhaus. Dabei handelt es sich um eine Fertigbauweise: Vorgefertigte Platten, die bereits mit Dämmelementen und Verkleidungen versehen sind, werden auf der Baustelle zusammengefügt. Gegenüber den älteren Bauvarianten hat diese Methode den Vorteil, dass das einzelne Haus durch die Vorfertigung im häuslichen Unternehmen sehr rasch aufgebaut werden kann.
Eine Sonderbauweise ist heute z.B. das so genannte barrierefreie Holzhaus, das durch das Fehlen von Barrieren einschränkungslos auch von behinderten Menschen genutzt werden kann. Damit sowie auch mit Bausätzen zum Selbstbau von Holzhäusern wird allgemeinen Entwicklungen im sozialen als auch im ökologischen Bereich Rechnung getragen.

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